Gut angekommen in HK und wieder zurück
Aktuelle Blog EinträgeBlog Eintrag vom Freitag 19. März 2010, 18:41:07 Uhr
Nach einem ereignislosen Flug, der nur 11h von Zürich nach HK gedauert hat, bin ich endlich angekommen in meinem Apartment. Dieses Mal wohne ich wieder auf HK Island im “Happy Valley” mit direktem Blick auf die Pferderennbahn.
Der erste Besuch im nächstgelegenen Restaurant barg neben einer köstlichen Meeresfrüchtesuppe und leckeren Clam-Muscheln in schwarzer Bohnensauce eine kleine Überraschung. Neben dem obligatorischen Tee reichen die Kellner hier kleine frittierte Stäbchen, die aussehen wie eine Mischung zwischen Frittsticks und Zwiebelringen. Mmh, schmecken köstlich. Bei näherem Betrachten stelle ich fest, dass diese “Zwiebelringe” jeweils zwei schwarze Punkte am einen Ende haben…
Zwei kleine Augen… Es handelt sich hierbei also um frittierte Minifische…
Naja, so etwas gab es früher auch in Spanien als tapas.
Es sind hier tagsüber 26 Grad C und über 90% Luftfeuchtigkeit. Mein entspanntes Üben im Park, um die Steifheit des Fluges zu vertreiben, endet in einem Schweissfilm am ganzen Körper. Das ist wirklich angenehm: die Haut und Muskeln und Sehnen öffnen und dehnen sich hier viel schneller und williger als im kalten Deutschland.
Ich bin gespannt auf den Unterricht (werde sicher wieder eine Standpauke bekommen)…
Ich hoffe, alle meine Schüler üben fleissig während meiner Abwesenheit!!!!!
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Zweiter Tag Unterricht: mehr als 3 h Unterricht, 2 h Üben des Gelernten und dann noch 3 h Notizen machen, intensiver geht es kaum noch…
Bin bereits am zweiten Tag angekommen beim “Treppen nicht gut abwärts gehen können” Gefühl :-)
Noch eine Skurrilität aus HK: aufgrund des vielen Schwitzens musste ich schon in die Wäscherei gehen. Warum bekomme ich 10% Rabatt, wenn ich die Wäsche schon beim abgeben bezahle? Macht das irgendwie Sinn? Kommen manche Chinesen nicht mehr wieder, um ihre Wäsche abzuholen?
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Das Wetter wurde in der zweiten Woche leider kühler. 8-14 Grad sind für deutsche Verhältnisse immer noch recht warm. Leider hatte mein Appartment keine Heizung und ich mußte mir wieder mehrere Schichten anziehen.
Mittlerweile bin ich wieder sicher in Hamburg angekommen und habe mich einigermaßen eingelebt.
Mein Resumee:
Der Unterricht bei Yeung Ma-Lee war wieder sehr, sehr, sehr gut. Sie hat dutzende von Softening Exercises einem “feinst-tuning” unterzogen. Erstaunlicherweise konnte ich auch noch ca. 10 neue Übungen lernen. Der einleitende Satz lautet dann meist: “ Übrigens kennst Du schon die hier…?”
Neben einigen neuen Details in der Form hat sie auch eine neue “Schicht” eingefügt und zwei wesentliche Korrekturen in meinem Verständnis von loosening vorgenommen. Besonders toll war, daß sie auch meine schnelle Form verbessert hat. Ich bin also rundum zufrieden mit meiner Fortbildung. Allerdings würde ich diese Strapazen mit langer Reise, Klimaveränderung, Zeitumstellung, das schreckliche Hongkong etc. sonst auch nicht auf mich nehmen.
Der Rückflug hat übrigens von Haustür zu Haustür ca. 22h gedauert…
Hier noch ein paar Impressionen von meiner Reise:
Der Blick aus meinem Apartment auf die Pferderennbahn im Happy Valley

Hier mein Lieblingverkehrsmittel! Eine uralte gemütliche Straßenbahn fährt quer durch Hongkong. Der Fahrpreis ist sensationell: 0.20 € egal, wie weit man fährt!!!

Und hier noch der Ausblick von meinem Hauptübungsplatz

Stephan

4 Kommentare bis jetzt
(Dein Kommentar)Wir waren fleißig am “get the muscle” üben und immerhin haben wir es auf 19 Grad und 60% Luftfeuchte im Übungsraum geschafft. Gute Zeit.
— Calo · 3. März 2010, 11:41
Kaum ist der Sifu im warmen HK, schon denkt die Heizung in der Schule, hier sei es ebenso warm und schaltet sich einfach ab.
Dank Hermann und Silke musste ich ich mich kaum kümmern und hoffe nun, dass es zu den Übungsstunden wieder warm ist. Lieben Dank Euch beiden!
Sollte das Problem noch nicht behoben sein, müssen alle Hiergebliebenen halt genauso hart trainieren wie Stephan. Wir haben ja zum Glück vor der Schule auch einige Treppenstufen … :o)
Bettina
— Bettina · 8. März 2010, 19:21
Klingt ja ziemlich gut, da könnte man wohl neidisch werden, trotz der vielen Reisestrapazen, die man dafür aber, wie Du schon sagtest, gern auf sich nimmt.
Klar haben wir fleißig geübt, aber auf 8 Stunden Tai Chi am Tag bin ich leider nicht ganz ;-) gekommen.
Hoffe, Du hast Dich schon wieder gut eingelebt; bis morgen…
— Silke Sander · 22. März 2010, 12:11
Hi Stephan. Sehr interessant und inspirierend, dein Reisebericht. Warum hab ich das Bild einer Wendeltreppe vor Augen, die sich unendlich nach oben windet?
Ciao sifu :-)))))
— Gerhard · 26. März 2010, 11:39