Yang Ma-Lee
Yeung Ma-Lee
Der Stil “Yeung Familien Tai Chi Chuan” kommt aus der Familie Yeung. Er wurde begründet durch den Großmeister Yeung Lu Chan (Yang Lu-Chan), welcher vor mehr als 200 Jahren geboren wurde. Diese Kampfkunst wurde und wird überliefert an und durch Familienmitglieder von Generation zu Generation bis zum heutigen Tage.
Yeung Ma Lee (Mary Yang Ma-Lee) steht in der Tradition der Übertragungslinie von Yeung Sau Chung (Yang Shou-Chung), dem ältesten Sohn von Yeung Ching Po (Yang Cheng-Fu). Yeung Sau Chung zog mit seiner Familie 1949 nach Hong Kong und widmete sein Leben dort der Übung und dem Unterrichten von Tai Chi Chuan bis zu seinem Tode im Jahr 1985. Seitdem widmen sich die verbliebenen Familienmitglieder der Übungspraxis und dem Unterrichten der Familienkunst. Yeung Sau Chung hat mehr als 50 Jahre lang unterrichtet, seine Tocher Yeung Ma Lee unterrichtet mittlerweile seit mehr als 20 Jahren.
In diesen siebzig Jahren haben sie viele Schüler unterrichtet. Ihre Lehrmethode ist persönlich und individualisiert. Diese Lehrmethode hat es ihnen ermöglicht verschiedene Lehrkonzepte zu benutzen, welche das Lernniveau, persönliche Fähigkeiten und körperliche Gegebenheiten des Schülers berücksichtigen.
Als Stephan Hagen 1986 mit Tai Chi Chuan anfing, wusste er natürlich noch nicht viel über all diese Dinge. Sein erster Lehrer, Frieder Anders, erzählte von seinem chinesischen Lehrer Chu King-Hung, daß dieser wiederum der dritte Meisterschüler (Disciple) von Yang Shou-Chung wäre. Einige Zeit später erzählte er auch von einem faszinierenden, nicht mehr erhältlichen, roten Buch von Yang Shou-Chung. Eines Tages gab er Stephan Hagen sein Exemplar für 2 Stunden zum kopieren. Dieser war gleich begeistert von dem Buch. Es enthielt einen kurzen Lehrtext in englisch über diese Kampfkunst, u.a. mit den dreizehn Prinzipien, und zeigte auf historischen Bildern Selbstverteidigungsanwendungen mit Yang Cheng-Fu oder Yang Shou-Chung.
Glücklicherweise hatte Stephan Hagen 1996 die Gelegenheit, dieses Buch in Deutsch herauszugeben, um diese historischen Aufnahmen für die Allgemeinheit zugänglich zu machen.
Ab 1986 lernte Stephan Hagen für einige Jahre Yang-Stil Tai Chi Chuan von Chu King-Hung, ab 1994 dann von Chu Gin-Soon, dem zweiten Familienschüler (Disciple) von Yang Shou-Chung.
Nach seinem offiziellen Rückzug aus der Öffentlichkeit gab Chu Gin-Soon seinem ersten Familienschüler (Disciple) John Conroy die Erlaubnis Korrekturen zu erhalten von Yang Ma-Lee. Da Chu Gin-Soon nach seinem Rücktritt nicht mehr viel zur Verfügung stehen würde für Herrn Hagen, hoffte dieser, eines Tages selber nach Hong Kong reisen zu können für weitergehende Studien des Tai Chi Chuan.
2006 konnte er das erste Mal von Yang Sifu ( Yeung Ma Lee) lernen. In kurzer Zeit veränderte sie sein Verständnis dieser Kunst auf dramatische Art und Weise.
Wichtig im Ausbildungsweg in der Familie ist die Schaffung eines natürlichen, entspannten, elastischen Körpers (auch genannt die totale Freiheit des Körpers) in Verbindung mit ausgeglichenem Fluß von Blut, Energie, balanciertem Nervensystem und geistiger und emotionaler Entwicklung. Dafür gibt es einen definierten praktischen Übungsweg bestehend aus Form und geschmeidigmachenden Übungen.
Yang Ma-Lees Form basiert auf sehr weisen und tiefgreifenden Erkenntnissen und Ideen, welche, einmal verstanden und umgesetzt, enorme Käfte freisetzen, unabhängig von Körper- oder Muskelmasse.
Seit Juni 2008 hat Stephan Hagen in einer ganzen Reihe von Seminaren das Thema Yang-Familien Tai Chi Chuan unterrichtet.
In diesem Jahr unterrichtet Stephan Hagen in der Proitzer Mühle weitere geschmeidigmachende Übungen, welche die Grundprinzipien des Tai Chi Chuan beinhalten und eine Fortsetzung der Form Teil 2.
Ohne diese Übungen entsteht keine echte Entwicklung. Das Studium dieser Übungen beinhaltet häufige Wiederholung und Revision zur Entfaltung der verschiedenen Ebenen.
